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Stadt soll Kinderarbeit ausschließen

Die Stadt Remscheid soll im Rahmen ihres Beschaffungswesens noch stärker gegen ausbeuterische Kinderarbeit vorgehen. Das fordern die Grünen jetzt in einem Antrag an den Rat. Ein neues Gesetz gibt den Kommunen hierbei mehr Spielraum.
Dem Antrag vorausgegangen war eine Bürgeranfrage der Schülerinnen Daniele Matthews und Jennifer Kirsten im Dezember letzten Jahres. Die beiden erkundigten sich damals, in wie weit die Stadt bei ihren Einkäufen auf fairen Handel achtet. Verwaltung und Politik bekundeten einmütig, dass auch ihnen dieses Thema sehr am Herzen liege und man im Rahmen der Möglichkeiten bereits heute auf eine faire Beschaffung achte.
"Dieser Rahmen der Möglichkeiten hat sich nun erheblich erweitert", so Beatrice Schlieper, Fraktionssprecherin der Grünen. "Der Bundesrat hat im Februar ein Gesetz verabschiedet, das es den Kommunen explezit erlaubt, bei der Beschaffung neben ökonomischen viel stärker auch soziale und ökologische Kriterien einzubeziehen. Die Kommunen können ihre die Ausschreibepraxis also dahingehend flexibilisieren. Genau das soll in Remscheid geschehen."
Nach Schätzungen der Arbeitsorganisation der UNO leisten weltweit 126 Millionen Kinder gefährliche Arbeiten auf Plantagen, in Bergwerken oder Steinbrüchen. Die Produkte aus Kinderarbeit gelangen dann leicht in alle Teile der Welt. "Kommunen haben eine Vorbildfunktion bei der Beschaffung und können so nicht zuletzt auch ökonomischen Druck auf die Hersteller ausüben", findet Schlieper. "Wer Kinderarbeit wirksam bekämpfen will muss bei seinem eigenen Einkaufverhalten beginnen."
An dem Antrag der Grünen haben Daniele Matthews und Jennifer Kirsten übrigens mitgearbeitet.


