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Die Vielfältige Stadt Remscheid

fördert aktiv die interkulturellen Kompetenzen der Kinder in Zusammenarbeit mit den Eltern

verbessert die Bildungschancen von Kindern aus Einwandererfamilien

erweitert die Weiterbildungs- möglichkeiten für Einwandererinnen und Einwanderer

stärkt den Einfluss des Migrationsausschusses

fördert die Kommunikation zwischen und innerhalb der Kulturen

setzt sich für ein kommunales Wahlrecht für alle Ausländerinnen und Ausländer, die länger als fünf Jahre in Remscheid leben, ein

Für die Vielfältige Stadt Remscheid

Jutta Velte: „Remscheid ist schon immer eine Einwandererstadt gewesen.“

Remscheid weltweit - Menschen aus 114 Nationen leben in unserer Stadt. Manche von Ihnen haben sie schon vor 30 oder 40 Jahren zu ihrem Zuhause gemacht – erst wegen der Arbeit, dann wegen der Kinder und Enkelkinder und weil sie hier einen neuen Lebensmittelpunkt gefunden haben. Migrantinnen und Migranten prägen spätestens seit Beginn der industriellen Revolution das Bild der Stadt, auch wenn das für viele nicht mehr präsent ist.


Für eine Stadt, die vom Export lebt, ist dieser Umstand eine großartige Ressource, die noch nicht in vollem Umfang ausgeschöpft wird. Zu lange sind alle davon ausgegangen, dass die Eltern und Großeltern hier arbeiten und Steuern zahlen und ihren Lebensabend in der alten Heimat verbringen werden. Es ist anders gekommen. Etwa die Hälfte aller Kinder, die eingeschult werden, stammt aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte. Sie sind die Hoffnungsträger und die Rentenversicherungszahlerinnen und –zahler von morgen. Längst sind die Einwanderinnen und Einwanderer in der Mitte der Gesellschaft angekommen – zumindest, was die Welt der nackten Zahlen angeht.

Für die Zukunft wird es wichtig sein, in wie weit die Kinder und ihre Familien auch kulturell und von ihrem Bildungsstand her in Remscheid ankommen. Immer noch haben fast 40 % von ihnen nach dem Verlassen der Grundschule eine Hauptschulempfehlung, auch wenn sich das Bild langsam wandelt. Zu langsam. Kinder aus Einwanderfamilien dürfen in Remscheid nicht länger Verliererinnen und Verlierer des Bildungssystems sein.

Aber auch ihren Eltern gebührt gesellschaftlicher Respekt. Sie arbeiten in der Regel hart, um sich und ihren Familien einen angemessenen Lebensstandard zu sichern. Einwanderinnen und Einwanderer sind in Remscheid mittlerweile Unternehmer, Hauskäufer, Ladenbesitzer, Ausbilder, Projektleiter, Handwerker und vieles mehr. Trotz mannigfaltiger Schwierigkeiten viele haben es geschafft. Gerade deshalb darf die Diskussion um Migration nicht verkürzt werden auf die Armen und Schwachen, sondern muss sich auf das gesamte Leistungsspektrum der Migrantinnen und Migranten beziehen.

B90/DIE GRÜNEN stehen für eine Einwanderungspolitik in unserer Stadt, die Einwanderinnen und Einwanderer respektiert und deren Chancengleichheit in den Mittelpunkt stellt. Gleichzeitig erwarten wir ein klares und unmissverständliches Bekenntnis zum Grundgesetz und zur Gleichstellung von Frau und Mann. Wir erklären allen Tendenzen eine klare Absage, die dem entgegenstehen.